| Flächensparen
bedeutet die Optimierung des Nutzwertes für die konkreten
Standortbedingungen, die Nachhaltigkeit der Nutzung auch
unter den demografischen Veränderungen einer überschaubaren
Zukunft, nicht zuletzt auch durch ökologische Erfordernisse
und siedlungsästhetische Kriterien.
Nicht das Wohnen
in der dichten Stadt, sondern das Eigenheim „im
Grünen“
ist nach wie vor Wunsch der meisten Deutschen. Ein großes
Angebot dieser Wohnform entsteht an der Peripherie unserer
Städte, in den sogenannten „Speckgürteln“.
Dort wird viel weniger dicht gebaut, als in den Städten
selbst. Der Landschaftsverbrauch durch
die Erweiterung der Siedlungs- und Verkehrsflächen
lag in Baden-Württemberg im Jahr 2003 bei 10,5 ha
pro Tag.
Im Ländlichen Raum gibt es praktisch keinen Markt
für stark verdichtete Bauweisen. Dahingegen besteht
eine hohe Nachfrage nach freistehenden Einfamilienhäusern.
Beim Modellprojekt „Sperrlohe“ in Niederstetten
wurden sämtliche Einfamilienhäuser als Doppel-
oder Reihenhäuser erstellt. Dies führt zu einer
für den Ländlichen Raum relativ hohen Dichte,
die sogar den wirtschaftlichen Betrieb eines Nahwärmenetzes
ermöglicht.
In vergleichsweise hoher städtebaulicher
Dichte und mit gering gehaltener innerer Erschließung
wurde „Am Steinweg“ in Stutensee eine Siedlung
mit Einfamilienhäusern in kompakten Reihenhauszeilen
erstellt. Ganzjährige Besonnung der Wohneinheiten
und ein intelligentes Steuerungssystem für Gebäudetechnik
machen es zu einem Beispiel für hohe Wohn- und Umweltqualität
im Einzugsbereich einer Großstadt.
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