| Baulandinitiative
Baden-Württemberg
Wohnbaulandentwicklung im Spannungsfeld
von Flächensparen und Flächenbedarf
Am 11. Mai 2004 fand unter dem Titel
„Baulandinitiative Baden-Württemberg
- Wohnbaulandentwicklung im Spannungsfeld von Flächensparen
und Flächenbedarf" eine gemeinsame Veranstaltung
des Wirtschaftsministeriums mit der Arbeitsgemeinschaft
Baden-Württembergischer Bausparkassen, unter Beteiligung
von Gemeindetag, Städtetag und Landkreistag statt.
Ziel der Veranstaltung war es, aktuelle
und künftige Rahmenbedingungen der Wohnbaulandbereitstellung
vor dem Hintergrund der notwendigen Reduzierung der Flächeninanspruchnahme
darzustellen. Weiterhin sollten Probleme, die eine intelligente
und zukunftsfähige Baulandbereitstellung aufwirft,
aufgezeigt, Lösungen entwickelt sowie bedarfsgerechte
und Flächen schonende Good-Practice-Beispiele zur
Baulandmobilisierung und Wohnbaulandbereitstellung in
Baden-Württemberg vorgestellt werden.
Mit der praxisnahen, auf große
Resonanz stoßenden Veranstaltung sollte vor allem
die Bewusstseinsbildung für eine Flächen sparende
Sieldungsentwicklung bei politischen Entscheidungsträgern
und Planern gefördert werden. Die Einsicht in die
Notwendigkeit des Flächensparens und die aktive Mitwirkung
aller Planungs- und Verwaltungsebenen sind für gegenwärtige
und zukünftige intelligente Formen der Wohnbaulandbereitstellung
Voraussetzung. Den Herausforderungen, die sich aus dem
Erfordernis des Flächensparens einerseits und des
künftigen Flächenbedarfs andererseits ergeben,
müssen sich alle, die mit dieser Thematik befasst
sind, stellen.
Die Veranstaltung am 11. Mai 2004
war als Auftakt für eine verstärkte landesweite
Auseinandersetzung und differenzierte Beschäftigung
mit dem Thema konzipiert. Im Jahr 2005 wurde diese in
Form von vier Regionalveranstaltungen unter der Federführung
der Regierungspräsidien, in Kooperation mit den Regionalverbänden
sowie mit Unterstützung von Wirtschafts- und Innenministerium,
der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen
und der Süd Zement unter dem Dach des Aktionsbündnisses
"Flächen gewinnen in Baden-Württemberg"
weitergeführt.
Das Aktionsbündnis ist am 19.
Oktober 2004 von der Landesregierung zusammen mit den
kommunalen Landesverbänden, den Naturschutzverbänden,
der Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände, dem
Handwerkstag, dem Industrie- und Handelskammertag, der
Architektenkammer und der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer
Bausparkassen geschlossen worden, um durch eine breite
Unterstützung und zusätzliche Handlungsbeiträge
die Impulse zur Umsetzung einer Flächen schonenden
Siedlungsentwicklung zu verstärken. Dem Bündnis
sind 2005 auch der Landesverband der Baden-Württembergischen
Industrie und der Industrieverband Steine und Erden beigetreten.
Die Fortführung der "Baulandinitiative
Baden-Württemberg" erfolgt als Projekt von Raumordnung,
Städtebau und Wohnungswesen unter dem Dach des Aktionsbündnisses,
um eine Bündelung der vielfältigen Initiativen
zu erreichen. Im Mittelpunkt der vier Regionalveranstaltungen,
die sich vor allem an die Entscheidungsträger in
den Kommunen, Kreisen und Regionen richteten, standen
Fragen eines nachhaltigen raumplanerischen Flächenmanagements
im Zusammenspiel von Raumordnung, Stadtentwicklung und
Stadterneuerung. Weiteres Ziel der Veranstaltungen war
es, den Kontakt zwischen Planungsträgern und Genehmigungsbehörden
im Sinne der gemeinsamen Zielsetzung zu fördern.
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