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Verdichtete Bauweisen

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Siedlung "Arkadien" in Asperg
Mischung aus "Urbanität und Dorfleben"

In Asperg entsteht auf einer Gesamtfläche von 1,4 ha die ökologische Siedlung „Arkadien“ mit 84 Wohneinheiten und dem Planungsziel einer Vernetzung von Ökologie, Baubiologie, Soziologie und Ressourcenschonung. Eine angemessen hohe städtebauliche Dichte, ein ökologisches Gesamtkonzept, eine harmonisch abgestufte sozialräumliche Gliederung und ein integriertes Farbkonzept zeichnen das Quartier aus. Das Baugebiet besitzt eine sehr gute Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz und liegt in kurzer Entfernung zum Ortskern Aspergs. Durch eine angebotsorientierte Mischung von Reihenhäusern, Haus-in-Haus-Konzepten, Geschosswohnungen, Sonderwohnformen und altersgerechten Wohnungen werden verschiedene Zielgruppen angesprochen. Eine Mischung aus „Urbanität und Dorfleben“ und das Zusammenleben in einer „lebendigen Gemeinschaft“ soll in der Siedlung „Arkadien“ verwirklicht werden.

Dem Umweltschutz wird durch ein ökologisches Gesamtkonzept Rechnung getragen, das vielfältige Aspekte berücksichtigt. Eine sparsame innere Erschließung kombiniert mit verdichteten Bauformen und kleinen Grundstücken führt zu einem verminderten Flächenverbrauch. Durch eine naturnahe Gestaltung der Außenanlagen mit heimischen Pflanzen und ein ökologisches Siedlungswasserkonzept mit offener Regenwasserführung und Grauwassernutzung werden bioklimatische und wasserwirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Das über die offenen Rinnen gesammelte Regenwasser wird in Zisternen aufgefangen und in allen Gebäuden für Toilettenspülung sowie Gartenbewässerung verwendet. Auf diese Weise werden zur Entlastung von Kanalisation und Fließgewässern die Regenabflussmengen reduziert und unangemessener Verbrauch von Trinkwasser vermieden. Durch gute Wärmedämmung, den Einsatz von Solarkollektoren und Photovoltaikelementen auf den Dachflächen sowie die Verwendung von effizienter Gas-Brennwerttechnik in Kombination mit geregelten Lüftungsanlagen und Wärmerückgewinnung wird der CO2-Ausstoss der Siedlung möglichst gering gehalten.

Die weitestgehend autofreie innere Erschließung der Siedlung erfolgt über Wohnwege, Pfade und „Kinderpfade“. Die Gliederung der Wohnwege mit gepflasterten Sammelrinnen, vielfältigen Aufenthalts- und Spielflächen sowie die Anlage eines „Dorfplatzes“ als Treffpunkt führt zu einer hohen Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes. Die intensive Durchgrünung des Gebietes mit Bäumen, Sträuchern, Kletterpflanzen bis hin zu Spalierobst schafft ein angenehmes Wohnumfeld. Ein übergreifendes Farbkonzept dient als Leit- und Orientierungssystem für das gesamte Siedlungsprojekt. Die verwendeten Farbtöne wurden für jedes Gebäude auf Standort, Lichteinfall, Himmelsrichtung und Vegetation abgestimmt. Das Konzept für die Farbgestaltung ist in Zusammenarbeit von Architekten, Biologen und Psychologen erarbeitet worden und schließt die Gestaltung der Innenwände mit ein.

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 

Kontakt:
Joachim Eble Architektur
E-mail: infoeble-architektur.de
Internet: www.arkadien-strenger.de