| Nachverdichtung
Bockelstraße
Bauliche Ergänzung
und Modernisierung mit Wohnumfeldverbesserung
Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel
für die nachhaltige Entwicklung einer Siedlung
aus den 50er Jahren. Durch die Nachverdichtung und Maßnahmen
zur Wohnumfeldverbesserung wurde ein gesamtes Wohnquartier
aufgewertet. Versorgungseinrichtungen konnten ergänzt
und erhalten, neuer Wohnraum ohne zusätzliche
Flächeninanspruchnahme
geschaffen werden.
Mit der
baulichen Ergänzung des
2,5 ha großen Quartiers wurden im Ortszentrum von
Stuttgart-Heumaden 106 neue Wohneinheiten geschaffen.
Die 156 Wohnungen in den bestehenden vier Wohnzeilen
wurden im Zuge der Verdichtung modernisiert. Während
der Phase der Sanierung wurden die Bewohner temporär
in den Neubauten untergebracht.
Das Wohnquartier
war geprägt
durch seine Zeilenstruktur,
umgeben von parkartigen Freibereichen. Die Verfügbarkeit
der Freiflächen als bereits erschlossener Baugrund
war Vorraussetzung für die Schaffung
von kostengünstigem
Wohnraum.
Durch Erhöhung
der Dichte wurde dem steigenden Bedarf
an Wohnraum Rechnung getragen und zudem eine Aufwertung
des Gesamtquartiers mit Steigerung der Wohnqualität
erreicht.
Das fünfgeschossiges Punkthaus an der Ecke Bildäckerstraße/Bockelstraße
mit Wohnungen, Praxen und Läden
ergänzt die Infrastruktur im Zentrum des Stadtteils.
Der neue "Dorfplatz" mit
seinem wöchentlichen Markt wird von den Bewohnern
als Treffpunkt intensiv genutzt.
Mit den fünf Neubauten
entstanden hochwertige Eigentumswohnungen. Eine Durchmischung
der sozialen Schichten in den Eigentums- und Sozialwohnungen
wurde angestrebt.
Das Projekt ist durch seinen
ganzheitlichen Ansatz beispielhaft. Neuer
Wohnraum in Kombination mit Wohnungsmodernisierung, Wohnumfeld-
und Infrastrukturverbesserung sichert die Wohnungsbestände
und die Infrastruktur nachhaltig. Die enge und frühzeitige
Zusammenarbeit von Planern und Bürger
in den Bürgerversammlungen
waren ein Grund für den Erfolg des Projektes. |