| Das
"Magirus-Gelände" in Ulm
Innerstädtisches Wohnen
auf einer Industriebrache
Im direkten Anschluss an die Altstadt
Ulms, mit Anbindung an die Donauanlagen, liegt die ehemalige
Produktionsstätte der Firma Magirus. Nach Aufgabe
des Industriebetriebs in den 80-er Jahren erwarb die Stadt
das Gelände, um innerstädtischen Wohnraum zu
schaffen. Auf Grundlage vorbereitender Untersuchungen
und des Ergebnisses eines städtebaulichen Wettbewerbs
wurde ein Rahmenplan erstellt, der insbesondere den Lärmschutz
zur angrenzenden Bahnlinie berücksichtigt. Im Rahmen
eines anschließenden Bauträgerwettbewerbes
wurde ein Bebauungsvorschlag ausgewählt, der gegen
Südosten eine kammartige Neubebauung vorsieht, die
die Wohnanlage zur Bahnlinie hin abgrenzt. Zwischen 1991
und 2001 entstanden auf dem 6,6 ha großen Gebiet
insgesamt 520 Wohneinheiten, ein Kindergarten, Gaststätten
und Geschäfte.
Das "Magirus-Quartier" ist
frei von Durchgangsverkehr. Es schließt direkt an
die Grünanlagen entlang des Donauufers an. In unmittelbarer
Nähe zum "Magirus-Gelände" befinden
sich Schulen, Läden, das Rathaus und der Wochenmarkt.
Die Haltestellen des ÖPNV und die Innenstadt erreicht
man in wenigen Minuten bequem zu Fuß. Das denkmalgeschütze
Hauptgebäude der Magirus-Werke wurde instandgesetzt
und zum Wohngebäude umgenutzt. Es verleiht dem Gebiet
eine gewisse Identität.
Die neuen vier- bis fünfgeschossigen
Wohnbauten sind in mehrere Quartiere gegliedert. Jedes
dieser Quartiere besitzt einen mit Bäumen bepflanzten
Wohnhof, der sich zur "grünen Mitte" des
neuen Wohngebietes öffnet. Ein Großteil der
Siedlung besteht aus Maisonettewohnungen, die im Grundriss,
in der Innenausstattung und im Preis auf die vielfältigen
Bedürfnisse einer im Wandel befindlichen Gesellschaft
zugeschnitten sind. Dabei können auch eigene Ideen
und Eigenleistungen beigesteuert werden. Zum Innenhof
gelegene Laubengänge und die grünen Innenbereiche
der Wohnanlage dienen den Bewohnern als Treffpunkt und
Spielfläche. Ein Gemeinschaftsraum fördert die
nachbarschaftlichen Kontakte.
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