| Katharinenvorstadt
Stärkung und Aufwertung
des barocken Stadtteils zum hochwertigen Wohn- und
Kulturstandort
Die Katharinenvorstadt
war die dritte großflächige
Stadterweiterung der Stadt Schwäbisch Hall im
14. Jahrhundert. Die Bebauung entwickelte sich zeilenartig
entlang der Hangkante am südlichen Ufer des Kocher.
Seit mehreren Jahren verfolgt die Stadt Schwäbisch
Hall die schrittweise Sanierung und Aufwertung der Katharinenvorstadt,
welche wichtige Entwicklungsimpulse für die gesamte
Innenstadt eingeleitet hat.
Anlass der Sanierung waren erhebliche
Defizite in der Bestandsstruktur; in erster Linie die
Belastung durch den Durchgangsverkehr, der fehlende
Parkraum für Anwohner, die Störung
der Anwohner durch motorisierte Kino- Gaststättenbesucher,
der hohe Anteil nicht genutzter Gebäude,
die Sanierungsbedürftigkeit von Altgebäuden,
die ungünstige Parzellenstruktur und die problematische
Entwicklung der Sozialstruktur.
Dem Leitbild der Innenentwicklung
folgend wurde das "Wohnen in der Stadt" gefördert,
indem interne Strukturen gestärkt und Wohnquartiere
aufgewertet wurden. Das Entwicklungskonzept
sah in erster Linie die Verlagerung des Durchgangsverkehrs
auf eine neue Umgehungsstraße,
die Schaffung von Parkraum bzw. Parkplatzflächen
und eine denkmalgerechte Renovierung der Altbausubstanz
vor. Mit der Verlagerung des Straßenverkehrs wurden
die Anwohner vom Straßenlärm entlastet
und für alle Bürger und Besucher entstand
ein attraktives Fußgängernetz.
Die Entkernung des Bestandes, ergänzende
Wohnungsneubauten und die Sanierung erhaltenswerter Wohngebäude
sicherten den Wohnungsstandort in der Innenstadt.
Zur Aufwertung des Mikroklimas wurden die privaten und öffentlichen
Flächen durchgrünt. Zudem wurden die öffentlichen
Räume ( Straßen, Wege, Plätze) neu gestaltet.
Einen großen Beitrag zur Revitalisierung
der Katharinenvorstadt leistete die Umnutzung des ehemaligen
Brauereigeländes. Hier wurde durch Neubebauung und bodenordnende
Maßnahmen eine Mischnutzung
aus Dienstleistung, Handel, Gewerbe und Wohnen gefördert.
Die Firma Würth setzte auf diesem Areal mit der
Kunsthalle ein markantes städtebauliches
und kulturelles Zeichen.
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