| Arnold
Areal
Revitalisierung der "Arnold`schen Eisenmöbelfabrik
Die Stadt
Schorndorf erwarb das "Arnold-Areal" nach
der Stilllegung der "Arnoldschen Eisenmöbelfabrik" im
Jahr 1998. Die 1,9 ha große Industriebrache liegt
am östlichen Innenstadtrand in kurzer Entfernung
zum Bahnhof. Entwicklungsziel war es eine traditionelle
Nutzungsmischung im Areal anzusiedeln, um die Versorgungs-,
Handels-, Wohn-, Kultur- und Dienstleistungsfunktionen
der denkmalgeschützten historischen Altstadt
zu stärken.
Im Neubauteil des Arnold-Areals
konnten großflächige
Einzelhandelsverkaufsflächen von ca. 450 bis 680
qm in Ergänzung zum innerstädtischen Angebot
geschaffen werden, ohne dabei in geschäftsschädigende
Konkurrenz zur Altstadt zu treten. Das alte Bestandsgebäude
beherbergt vor allem öffentliche Einrichtungen und
exklusive Wohnungen im Dachgeschoss.
Die Revitalisierung der Industriebrache
verfolgt nicht nur die Aufwertung der Innenstadt, sondern
stellt eine attraktive Alternative zu Einzelhandelsniederlassungen
auf der grünen Wiese dar. Der Flächenverbrauch
im Außenbereich konnte reduziert und wertvolle,
stadtbildprägende
Altbausubstanz erhalten werden. Die Wiederverwendung
und Modernisierung alter Bausubstanz ist für den
Stoffkreislauf unter ökologischer
Sicht als positiv zu bewerten. Die Flächenentsiegelung
und die Altlastenbeseitigung haben positive Effekte auf
die Bodenfunktion und den Wasserhaushalt.
Die Nutzungsmischung fördert
ein lebendiges Nebeneinander - dem Prinzip 'Stadt
der kurzen Wege' folgend. Die neu geschaffenen öffentlichen
Einrichtungen wie z. B. das Familienzentrum, die Musikhochschule
und die Galerie für Kunst und Technik sind mit öffentlichen
Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die ersten Erfahrungen
zeigen, dass die Lebensmittelgeschäfte durch die
gute Anbindung eine hohe Versorgungsfunktion für
die Kern- und Nordstadt haben.
Durch den Erhalt, die Umnutzung
und Modernisierung der städtebaulich bedeutsamen
und teilweise denkmalgeschützen
Bestandsgebäude sollte der ursprüngliche Charakter
des Gebietes erhalten bleiben. Das Projekt erhielt eine
Auszeichnung beim Wettbewerb ‚ Modellprojekt
innerörtlicher Einzelhandel‘ des Verbands
Region Stuttgart. |