| Hohe Belastungen des
motorisierten Verkehrs aller Art schädigen die Gesundheit und
belasten die Standortqualität und damit die Nutzwerte
nachhaltig. Daher tragen umweltschonende Formen der Mobilität,
immissionsfreie Verkehrsarten, wesentlich zur nachhaltigen
Sicherung der Wohnqualität und Attraktivität
des öffentlichen Raumes bei.
Die Mobilitätsbedürfnisse
der Bevölkerung haben sich im Laufe der letzten
Jahrzehnte dramatisch gewandelt. Durch die massenhafte
Verbreitung des Automobils und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur
wurde das Pendeln zwischen Wohnung und Arbeitsplatz über
längere Distanzen möglich. Die Flucht der
Städter vor Dichtestress
und hohen Umweltbelastungen in das Umland lässt
den Flächenverbrauch und das Verkehrsaufkommen
im Umland und in den Zentren der Städte dramatisch
anwachsen. Das hat zur Entkopplung des Siedlungsflächenwachstums
vom Bevölkerungswachstum beigetragen, Diagramm
zur Zerschneidung von Landschaftteilen durch Hauptverkehrsstraßen
und zur Dezentraliesierung und Suburbanisierung der
Siedlungsstruktur.
Individuelle Mobilität und Konzentrationstendenzen
im Handel führen zu Einkaufszentren an der Peripherie.
Auch flächenintensive Produktionsstätten, Bildungseinrichtungen
und Großkliniken wandern ins Umland ab. Das führt
zur Auflösung der kompakten, multifunktionalen Stadt.
Die Emissionen des Verkehrs haben an der Unwirtlichkeit
öffentlicher Räume wesentlichen Anteil. Wohnraum
wird entwertet, die Gesundheit der Anwohner wird durch
Lärm und Abgase beeinträchtigt.
Die Umweltverträglichkeit der Infrastruktur für
Mobilität, ihre Eingliederung in die Landschaft und
die Aufenthaltsqualität von Straßen und Plätze
stärken die Identifikation der Bürger mit ihrem
Dorf, ihrem Quartier und ihrer Stadt. Dies verdeutlichen
Projekte zur Vermeidung des motorisierten Verkehrs, wie
in Esslingen und autofreie Siedlungen, wie in der Ravensburger
Weststadt. |
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