| Konversionsgelände
"Im Raiser",
Stuttgart-Rot
Stadtnahes Wohnen für junge
Familien
Auf dem 8 ha großen Konversionsgelände
der ehemaligen "Grenadierkaserne" in Stuttgart-Rot
entsteht das Wohngebiet "Im Raiser" mit knapp
230 Wohneinheiten für etwa 900 Bewohner. Das Gebiet
liegt in städtebaulich eingebundener Lage und damit
in direkter Nachbarschaft zu Schulen, Einkaufsmöglichkeiten
und mehreren Haltestellen des ÖPNV. Mit der Stadtbahn
gelangt man in 15 Minuten zum Stuttgarter Hauptbahnhof.
Eine Kindertagesstätte wurde innerhalb des Gebiets
neu errichtet. Durch die Anlage von großzügigen
Grünanlagen und Kinderspielplätzen soll ein
familienfreundliches Umfeld geschaffen werden. Autofreie
Wohnwege und eine zentrale Parkierung ermöglichen
eine sparsame innere Erschließung.
Die Stadt Stuttgart verfolgt mit dem
Projekt das Ziel, speziell jungen Familien stadtnahes
Wohnen zu ermöglichen und ihnen gleichzeitig finanzierbares
Wohneigentum anzubieten. Stuttgart leidet wie viele Großstädte
bereits seit einigen Jahren unter einer verstärkten
Abwanderung junger Familien ins Stadtumland, mit allen
sozialen und ökologischen Folgen. Durch Grundstücksubventionen,
je nach Einkommen gestaffelt, und zinsverbilligte Darlehen
aus dem Landeswohnungsbauprogramm will die Landeshauptstadt
dieser anhaltenden "Stadtflucht" entgegensteuern.
Das neue Wohngebiet wird von vier
Bauträgern entwickelt, die in einem von der Stadtverwaltung
ausgelobten Wettbewerb ausgewählt wurden. Die Grundlage
für den Bebauungsplan bildet der Entwurf des Architekturbüros
Kohlmeyer-Oberst, der beim städtebaulichen Wettbewerb
von 1998 mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Der
Bebauungsplan sieht eine Bebauung hauptsächlich mit
Reihenhäusern auf kompakten Grundstücken vor
und erreicht eine hohe städtebauliche Dichte. Entlang
der nordöstlich ans Gebiet anschließenden Hauptstraße
wird ein Riegel mit Geschosswohnungsbauten mit der Funktion
eines Schallpuffers erstellt. Die Gebäudetypologien
und Grundrissausrichtung der Wohnungen reagieren auf diese
Situation.
Die verschieden Bauträger haben
unterschiedliche Bauweisen, wie Holztafel-, Massiv- und
Mischbauweisen umgesetzt. Alle Gebäude auf dem Gebiet
entsprechen den Vorgaben der EnEV 2000. Für den Großteil
der Reihenhäuser und Geschosswohnungen können
zinsverbilligte Darlehen aus dem Landeswohnungsbauprogrammm
beantragt werden. Für weitere Eigenheime stehen Mittel
aus dem Sonderprogramm "Innerstädtisches und
stadtnahes Wohnen" der L-Bank bereit. Das Sonderprogramm
der Stadt Stuttgart "Preiswertes Wohneigentum"
verbilligt die Baugrundstücke je nach Einkommen der
Erwerber um 15-45%.
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