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Innenentwicklung - Konversion

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"Wohnpark Neckarstraße", Kornwestheim
Konversion der Ludendorff-Kaserne

Auf Gelände der ehemaligen "Ludendorff-Kaserne", das von den amerikanischen Streitkräften bis Anfang der 90er Jahre genutzt wurde, entstand auf einer Fläche von ca. 17ha der "Wohnpark Neckarstraße". Für die städtebauliche Planung in Kornwestheim bildet das Konversionsgelände im Osten des Stadtgebiets, in ca. 1km Entfernung zum Zentrum, einen Schwerpunkt für den Wohnungsbau. Bei der Planung des neuen Wohngebiets spielte auch die Verbindung zwischen dem im Süden gelegenen Gebiet "Ost" und dem im Norden gelegenen Gebiet "Klingelbrunnen" eine bedeutende Rolle.

Die Städtebauliche Konzeption vom September 1998 sah einzelne Quartiere mit Reihenhäusern und Geschosswohnungsbau vor, zu deren Bebauung Bauträgerwettbewerbe durchgeführt wurden. Ein Teilbereich am Rande des Gebiets wurde direkt an Einzelbauherren zur Bebauung mit freistehenden Einfamilienhäusern vergeben. Im Süden des Konversionsgebietes, im Übergang zum Gebiet "Ost", wurden zwei- bis dreigeschossige, südorientierte Reihenhäuser erstellt. Der Geschosswohnungsbau ist nördlich und südlich der zentralen Grünachse angeordnet und stellt gemeinsam mit dem alten Baumbestand der Kaserne das Rückgrat des Gebietes dar. Im nord-westlichen Bereich wurde von der Grünachse aus in Richtung "Klingelbrunnen" ein homogener Übergang zum bestehenden Wohngebiet hergestellt. Die Hanglage macht es möglich, hier von Norden erschlossene zwei- bis dreigeschossige Reihenhäuser zu konzipieren, deren Gartenbereiche nach Süden orientiert sind.

Innerhalb des Baugebietes befindet sich eine in Ost-West Richtung verlaufende Baumallee mit großkronigen Laubbäumen. Mit der Ausbildung eines breitflächig angelegten Grünzuges konnte ein Großteil des alten Baumbestandes erhalten werden. Am westlichen Baugebietsrand, zwischen der Bundesstraße 27 und der geplanten Bebauung, entstand ein Lärmschutzwall. Dieser wurde direkt in den am westlichen Rand verlaufenden Grünstreifen integriert.

Weiter bestand die Notwendigkeit, das Entwässerungssystem völlig neu zu gestalten, und damit die Möglichkeit, ökologisch, ökonomisch und wasserwirtschaftlich innovative Ansätze und Lösungen zu berücksichtigen. Dezentrale Regenwasserretention und -nutzung in Verbindung mit einer Regenwasserkanalisation sowie Anordnung von Kombischächten in Verbindung mit den Achsabständen von Schmutzwasser- und Regenwasserkanälen führen neben dem ökologischen Nutzen als naturnahe Erschließung auch zu Einsparpotenzialen in der Bewirtschaftung. Die einzelnen Systeme sind ineinander verschachtelt und lassen auch zukünftig alle Möglichkeiten offen, weitere Maßnahmen der naturnahen Regenwasserbewirtschaftung nachzurüsten.

 

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
  Kontakt:
Stadt Kornwestheim, Stadtplanungsamt
E-mail: mkoepplekornwestheim.de
Internet: www.kornwestheim.de