| Smiley-West,
Karlsruhe
Partizipatorisches Bauen mit hoher Dichte
Auf einer Teilfläche des ehemaligen
Kasernengelände "SmileyBarraks" zwischen
den Stadtteilen Nordstadt und der Heide-Siedlung entwickelt
die Volkswohnung GmbH, in Zusammenarbeit mit der Stadt
Karlsruhe, die Siedlung Smiley-West. Das 7 ha große
Kasernengelände, eines der letzten großen
Baugebiete in Zentrumsnähe, wird zu einem Wohnquartier
mit 190 Wohneinheiten umgestaltet. Mit diesem Innenentwicklungsprojekt
trägt die Stadt zur Eindämmung der Flächeninanspruchnahme
bei.
In einem modellhaften Partizipationsverfahren
konnten besondere Wohnformen als Wohneigentum geschaffen
werden. Es bildeten sich Bauherrengruppen, welche zusammen
mit dem Bauträger und dem beauftragten Architekten
die Planung durchführten. Das kostengünstige
Bauen als Leitgedanke wird durch das Bauen in der Gruppe
umgesetzt. Die Realisierung durch einen Bauträger
schafft für die Käufer Planungs- und Kostensicherheit.
Die verschiedenen Bauherrengruppen
entwickelten ihren Bedürfnissen entsprechende
Wohnformen. Die Baugruppe "NettWork" setzte
ihre Vorstellungen von einem generationenübergreifendem
Wohnen unter einem Dach um. Die Wohnungen wurden für
Senioren, Rollstuhlfahrer und für Familien mit Kindern
konzipiert. Der vorgelagerte Laubengang dient der barrierefreien
Erschließung und übernimmt die Aufgabe eines
gemeinschaftlichen Bereichs zur Kommunikation. Durch
den Prozess der Partizipation ist die Identifikation
mit der eigenen Wohnung und dem Wohnumfeld sehr groß.
Voraussetzung für eine individuelle
Entwicklung der Wohnungen war ein Bebauungsplan mit maximaler
Planungsfreiheit. Die von
Architekten und Bauträger
entwickelten städtebaulichen Leitlinien sorgen
neben der Gestaltungsvielfalt für ein einheitliches
Gesamtbild des Quartiers.
Bauliche Vorgaben zur Einhaltung ökologischer
Zielsetzungen sind ebenfalls getroffen worden.
Die verdichtete
Bauweise und der Umgang mit dem Regenwasser setzen positive
Maßstäbe
im Siedlungsbau. Das unbelastete Oberflächenwasser
wird nicht in die Kanalisation eingeleitet, sondern versickert
auf den privaten Grundstücken. Das Regenwasser fließt über
die Gründächer verzögert ab. Die Gebäude
sind alle in Niedrigenergiebauweise erstellt und an ein
Nahwärmenetz angeschlossen. Der nachhaltige Umgang
mit Boden und Fläche folgt dem Leitgedanken der
Innenentwicklung.
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