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Städtebau

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Um dem wachsenden Landschaftsverbrauch der Städte entgegenzuwirken, wurde auf der UN-Stadtkonferenz Habitat II in Istanbul 1996 das Leitbild der kompakten Stadt formuliert. Dennoch ist die Flächeninanspruchname in Europa weiter gestiegen, für das Jahr 2002 beträgt in Baden-Württemberg der Flächenzuwachs für Siedlungs- und Verkehrsflächen 10,6 ha pro Tag.

Der steigende Flächenbedarf trägt zu einem großen Teil an der Zerstörung unser Umwelt bei. Boden, Wasser und Luft werden in hohem Maße belastet. Die damit verbundene Zerstörung und Zerschneidung der Lebensräume hat unmittelbare Auswirkungen auf die Vielfalt der Arten.

Die wichtigsten kommunalen Aufgaben ökologischer Stadtentwicklung liegen deshalb bei der konsequenten Innenentwicklung. Neue Chancen zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme ergeben sich durch Einführung eines Flächenmanagements und durch effektives Flächenrecycling. Darüber hinaus sind angemessene städtebauliche Dichte und die Optimierung des Nutzwertes innerhalb des Siedlungsbestandes zentrale Ziele der Innenentwicklung.

Das Baugesetzbuch verpflichtet die Kommunen im Rahmen der Bauleitplanung eine "nachhaltige städtebauliche Entwicklung" zu gewährleisten und integriert den Umweltschutz im Sinne einer vorsorgenden Stadtentwicklungspolitik.

 

 

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