oesge-bw.de

 

> Sie werden auf innen-bw.de weitergeleitet ...

   
Impressum Kontakt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Start
  Vorwort
  Innenentwicklung
  Praxisbeispiele
Städtebau
Energie und Klima
Stadt und Natur
  Forschungsplattform
Forschungsgebiete
Forschungsprojekte
Institutionen
  Umweltprüfung
Umweltbericht
Recht
Literatur
 
   

Innenentwicklung - Flächenrecycling

< zurück

Wohngebiet "Im Schrai West" ,
Steinheim an der Murr

Ökologisches Wohngebiet auf früherer Kiesgrube

Eine vormals in Privatbesitz befindliche ehemalige Kiesgrube, die über viele Jahre hinweg aufgefüllt wurde und als Lagerfläche Verwendung fand, stand nach Jahren des Brachliegens zur Umnutzung an. Im Anschluss an umfassende Vor- und Variantenuntersuchungen auf dem 4,5ha großen Areal wurde ein Umnutzungskonzept entwickelt und unter dem Namen "Arkadien" ein innerstädtisches Wohngebiet mit 125 Einfamilien- und 6 Mehrfamilienhäusern entwickelt. Zur Ausführung kamen freistehende Einfamilienhäuser und "Stadtvillen" mit Wohnflächen von 100 bis 200qm sowie Mehrfamilienhäuser mit jeweils sieben Wohneinheiten aus 2-, 3- und 4-Zimmerwohnungen, die teilweise behindertengerecht ausgeführt wurden.

Die Erschließung des Gebiets und die Erstellung sämtlicher Gebäude wurde von nur einem Bauträger umgesetzt. Dies verlieh dem Gebiet eine homogene Struktur, die bei Einfamilienhaussiedlungen normalerweise nicht anzutreffen ist. Durch das Farbkonzept einer Farbpsychologin, das auf Jahreszeiten, Lichteinstrahlung und Bewuchs abgestimmt ist, erhielten die verschiedenen Haustypen einen unverwechselbaren Charakter.

Alleeartige Bepflanzungen, Einfriedungen mit landschaftsgerechten Stakaten-Zäunen, Heckensträuchern, Trockenmauern und Einzelbäumen verleihen dem Gebiet eine hohe Aufenthaltsqualität im Außenbereich. Zentrale Plätze als Treffpunkt, ein Kinder- und einem Jugendspielplatz, der See und die Wasserläufe sowie Gemeinschaftsgrünflächen bieten Raum zum Spielen, Platz für nachbarschaftliches Miteinander und bereiten den Weg für ein positives soziales Umfeld.

Ein wesentliches Kriterium bei der Planung stellte die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung dar. Das bestehende Leitungssystem für Mischwasser um das Erschließungsgebiet herum war bereits vollständig ausgelastet. Um das Erschließungsgebiet nicht mit zusätzlichen Kosten zu belasten wurde eine Lösung gefunden, die nur minimale Abflussmengen in das örtliche Kanalsystem zur Folge hat: Das Dach- und Oberflächenwasser der Straßen wird über offene Rinnen und Mulden einem zentralen See zugeführt, der als Regenrückhaltebecken angelegt wurde. Der See wurde gestalterisch so in die Erschließung und Wohnbebauung integriert, dass dieser nunmehr der Mittelpunkt des gesamten Wohnquartiers ist.

Die häusliche Schmutzwasserentwässerung erfolgt über einzelne Pumpenschächte mittels eines Druckentwässerungssystems direkt von den Wohnhäusern in die bestehende Ortskanalisation. Hierbei wird das anfallende häusliche Abwasser mittels einer Pumpe zerkleinert, sodass die Ableitung des Abwassers mit sehr kleinen Rohrdimensionen (50 mm) über weite Strecken kostengünstig möglich wird. Durch den Bau der Pumpenschächte auf dem Privatgrund ergeben sich auch zukünftig bei der Unterhaltung dieser Anlagen wesentlich geringere Kosten als bei traditioneller Freispiegelentwässerung.

 

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
  Kontakt:
Stadt Steinheim an der Murr
E-mail: infostadt-steinheim.de
Internet: www.stadt-steinheim.de