| "Alte
Glockengießerei" in Heidelberg
Sozialverantwortliche Wohnungsversorgung
auf einer Gewerbebrache
Auf dem 2,4 ha großen Gelände
der ehemaligen Glockengießerei im Heidelberger Stadtteil
Bergheim entsteht ein umfassendes Angebot an preiswerten
Wohnungen in innerstädtischer Lage, insbesondere
für Familien, Alleinerziehende und ältere Menschen,
darunter auch Sozialwohnungen. Es sind insgesamt 200 Wohnungen
vorgesehen, davon 170 als Neubau und knapp 30 durch Sanierung
bestehender Gebäude. Das Gebiet gliedert sich in
drei Wohnhöfe mit begrünten Blockinnenbereichen,
die unmittelbar an eine Parkanlage mit öffentlichen
Einrichtungen angrenzen.
Städtebauliche Ziele sind die
optimale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Flächen
sowie die Schaffung eines gemischt genutzes Gebietes mit
wohnungsnaher Grundversorgung und wohnungsnahem Arbeitsplatzangebot.
Gemäß dieser Ziele entstehen Bereiche für
nichtstörendes Gewerbe im Erdgeschoss entlang der
Außenkante des Gebietes, ein Dienstleistungsbereich
sowie ein Bürogebäude. Ein turmartiges Gebäude
im Zentrum des Wohnquartiers ist nicht nur baulicher Mittelpunkt,
sondern auch Treffpunkt innerhalb des Gebietes mit geplanten
Dienstleistungsangeboten, Gastronomie und einer Kindertagesstätte.
Die Außenkante der drei Wohnhöfe
und die städtebauliche Anordnung des Bürogebäudes
an der Kurfürstenanlage werden durch Festlegung einer
Baulinie definiert. Dadurch erhält die Kurfürstenanlage
in diesem Bereich eine räumliche Fassung. Durch die
Bebauung des Geländes "Alte Glockengießerei"
wird das westliche Umfeld der Kurfürstenanlage und
der Stadtbücherei insgesamt städtebaulich aufgewertet
und ein neuer Mittelpunkt in der Innenstadt geschaffen.
Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des
Heidelberger Gemeinderatsbeschlusses, Innenentwicklung
Vorrang vor Außenentwicklung zu gewähren und
sparsam mit den knappen Flächenpotenzialen der Stadt
umzugehen.
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