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Gewässerschutz

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"IKoNE" - Integrierende Konzeption Neckar-Einzugsgebiet
Erhalt und Verbesserung des Lebensraums Neckar

Unter den großen Flüssen Baden-Württembergs nimmt der Neckar eine besondere Stellung ein: Ursprung und Mündung sowie nahezu sein gesamtes Einzugsgebiet liegen innerhalb der Landesgrenzen. Der Neckar und seine Nebengewässer bilden verbindende Elemente in einem Lebens- und Wirtschaftsraum, der mit 13.600 km2 Fläche knapp 40% der Landesfläche und mit etwa 5 Mio. Einwohnern die Hälfte der Wohnbevölkerung von Baden-Württemberg umfasst.

"IKoNE" ist ein gewässerbezogener Handlungsrahmen zur Erhaltung und Verbesserung der wichtigen natürlichen Standortfaktoren im Neckarraum. IKoNE integriert und koordiniert wasserwirtschaftliche Maßnahmen, örtliche und überörtliche Planungen in der Fläche mit wasserwirtschaftlichen Auswirkungen. Kommunen, Bürger, Verbände und Behörden sind angesprochen, gemeinsam zu handeln, Schutz und Nutzen in Einklang zu bringen, Mensch und Natur gleichermaßen zu berücksichtigen. Die Gewässerdirektionen des Landes erstellen zum Erhalt und zur weitestgehenden Wiederherstellung naturnaher Gewässer umfassende Gewässerentwicklungskonzepte. Ziel ist es, diese Gewässerentwicklungspläne in der Bauleitplanung zu verankern.

Der wirtschaftliche Aufschwung im 20. Jahrhundert und das schnelle Wachstum der Bevölkerung im Einzugsgebiet des Neckars führte zur Intensivierung der Gewässernutzung und zur verstärkte Besiedlung der Talräume. Dies hatte den Wegfall natürlicher Retentionsräume und die Beschleunigung der Abflüsse zur Folge. Maßnahmen des technischen Hochwasserschutzes können keine absolute Sicherheit gewährleisten. Verheerende Überschwemmungen sind die Folge.

In ganz Baden-Württemberg, so auch im Neckareinzugsgebiet, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten die qualitative Beschaffenheit der Fließgewässer erheblich verbessert. Dies ist jedoch kein Grund zur Entwarnung: Vielerorts wird der Gütezustand der Gewässer weiterhin durch Pflanzennährstoffe, Hauskläranlagen, Regenüberläufe und massive Bebauung erheblich beeinträchtigt. Besonders die Stoffeinträge aus der Landwirtschaft geben weiterhin Anlass zur Sorge: Hohe Konzentrationen von Pflanzennährstoffe und Pflanzenschutzmitteln gefährden Flora und Fauna.

Nur 24% der Fließgewässerstrecke des Neckars und seines Einzugsgebiets kann als weitgehend naturnah bezeichnet werden. Querbauwerke unterbrechen die wichtige ökologische Durchgängigkeit der Gewässer Drastische Eingriffe zum Hochwasserschutz und der Ausbau des Neckars zur Bundeswasserstraße führten zum Verschwinden der Flußauen und naturbelassener Gewässerrandstreifen. Hinzu kamen vielfältige intensive Eingriffe in den Wasserhaushalt, wie Dränungen und Flächenversiegelungen.

 

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
  Kontakt:
Gewässerdirektion Neckar, Geschäftsstelle IKoNE
E-mail: geschaeftsstelleikone-online.de
Internet: www.ikone-online.de