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Nahwärmekonzepte

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Solare Nahwärme in Neckarsulm Amorbach
Die Sommersonne heizt im Winter

Der Neckarsulmer Stadtteil Amorbach entstand in den 1950er Jahren als Bundesmustersiedlung. In den 90er Jahren wurde mit dem Projekt "Amorbach II" mit einer Erweiterung für zunächst 4.000 Einwohner begonnen. Insgesamt werden auf 51 ha 7.300 Wohneinheiten in Geschossbauweise sowie als Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser erstellt. Um eine zentrale Grünzone gruppieren sich Laden- und Kommunikationszentrum, Kindergarten, Schule und eine Seniorenwohnanlage.

Damit in "Amorbach II" möglichst wenig fossile Brennstoffe verbraucht werden, hat das "Steinbeis-Transferzentrum Energie-, Gebäude- und Solartechnik" ein innovatives Nahwärmeversorgungskonzept erarbeitet. Ein Verteilnetz mit kurzen Wegen versorgt das Gebiet mit Wärme. Mit einem "Langzeit-Erdsondenwärmespeicher" wurde eine neue Möglichkeit zur saisonalen Speicherung solar erzeugter Energie in größerem Umfang und damit verbunden ein großflächiger Einsatz von solarthermischen Anlagen realisiert. Im Endausbau werden ca. 15.000 m2 Kollektorfläche Nahwärme für das Schul- und Ladenzentrum, die benachbarte Seniorenwohnanlage und sämtliche Wohneinheiten bereitstellen.

Solaranlagen sind umso effizienter, je großflächiger und damit kostengünstiger sie gebaut werden. In unseren Breitengraden kann man nur dann rentabel mit Sonnenenergie heizen, wenn eine kostengünstige Speichermöglichkeit für die im Sommer gewonnene Wärme besteht. Für das Projekt "Amorbach II" wurde ein Langzeit-Wärmespeicher entwickelt, bei dem das Erdreich selbst als Speichermedium dient. Das heiße Wasser aus den Kollektoren wird über Erdsonden 25 m tief in die Erde geleitet. Das Erdreich konserviert die solar erzeugte Wärme bis in den Winter. Die eingespeicherte Wärme wird in der kalten Jahreszeit wieder entnommen und in das Versorgungsnetz eingespeist. Die Investitionskosten für einen Erdsondenspeicher liegen rund 40% günstiger als bei einem Wasserspeicher. Da Erdsondenspeicher auf eine geeignete Geologie angewiesen sind, sind sie jedoch nicht an jedem Standort realisierbar.

Bürgerinnen und Bürger können sich durch den Erwerb von Anteilen an der Solaranlage beteiligen. Die gewonnene Solarstrom wird in das Versorgungsnetz der Stadtwerke Neckarsulm eingespeist und den Anteilseignern als "Miete" vergütet. Die Anlage wird von den Stadtwerken betrieben und von der "Solar- und Energieinitiative Heilbronn e.V." verwaltet.

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
  Kontakt:
Stadt Neckarsulm, Bürgermeisteramt
E-mail: klaus.grabbeneckarsulm.de
Internet: www.neckarsulm.de