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Die heutige Energieversorgung
in Baden-Württemberg basiert vor allem auf fossilen
Energieträgern und Kernspaltung. Nur 2% beträgt
der Anteil erneuerbarer Energiequellen bei den Primärenergieträgern.
Die globalen Veränderungen durch Treibhausgase, die
absehbare Erschöpfung und der zu erwartende Preisanstieg
der fossilen Energieträger erfordern neue Konzepte.
Eine Wende hin zu einem höheren
Anteil erneuerbarer Energien setzt die drastische Senkung
des Energieverbrauchs voraus. Erneuerbare Energiequellen
wie Solarenergie, Erdwärme und Biomasse eignen sich
vor allem für eine Versorgung über dezentrale
Wärmenetze mit kurzen Verteilungswegen. Nahwärmenetze
ermöglichen die Integration von kostengünstigen,
großen Solaranlagen und den Einsatz von saisonalen
Wärmespeichern, wie im Neckarsulmer Stadtteil Amorbach.
Gleiches gilt für die effiziente und wirtschaftliche
Verfeuerung von Holzhackschnitzeln, wie das Beispiel Güglingen
zeigt.
Daneben führt der Einsatz von
effizienten Energietechniken zu großen Einsparungen
bei der Energieerzeugung. Bei Blockheizkraftwerken (BHKWs)
entstehen insgesamt 20-30% weniger Treibhausgase als bei
der getrennten Stromerzeugung in einem Großkraftwerk
und Wärmeerzeugung durch dezentrale Heizkessel. BHKWs
erreichen mit gekoppelter Erzeugung von Strom und Wärme
Wirkungsgrade von bis zu 90%, herkömmliche Großkraftwerke
zur Stromerzeugung lediglich 30-35%. Auch der Einsatz
von Blockheizkraftwerken setzt die Bündelung vieler
Verbraucher über ein Nahwärmenetz voraus.
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