| Wohngebiet
Steigle
solare
und energieeffiziente Optimierung eines Neubaugebietes
Die Gemeinde Burgstetten entwickelte
im Jahr 2002 ein Nordhanglagengebiet,
um jungen Familien Wohnbauland anbieten zu können.
Die schwierige
Nordhanglage veranlasste das Planungsbüro
Forschungsgruppe Stadt+Umwelt zu einer frühen Zusammenarbeit
mit dem Institut für solare Stadtplanung, Dr.-Ing.
Peter Goretzki. Das städtebauliche Konzept wurde
planungsbegleitend energetisch optimiert. Die beauftragten
Planer strebten ein zeitgemäßes, ökologisch
und energetisch effizientes Wohngebiet an.
Zu Beginn der
Planung konnten mit Hilfe der begleitenden solarenergetischen
Simulation die solaren Gewinne optimiert werden. Eine
vergleichende Untersuchung belegte die deutlich verbesserten
Besonnungsbedingungen bei einer Verschiebung des Wohngebiets
nach Süden in einen regionalen Grünzug. Die
Umweltverträglichkeit
der Verschiebung wurde
nachgewiesen.
Während der gesamten Planungszeit
wurde die Ausrichtung und Stellung der einzelnen Gebäude
den solaroptimierten Ergebnissen angepasst. Dabei
sind Höhenlage der Gebäude, Dachneigungen
und Dachformen in Varianten berücksichtigt worden.
Eine Erkenntnis aus der interdisziplinären Planung
war, dass nicht immer eine Nord- Süd ausgerichtete
Stellung der Gebäude die besten energetischen Werte
aufwies.
Bemerkenswert ist das Regenwassermanagement
im Wohngebiet. Aufgrund seiner Lage in einer Wasserschutzzone
wurde das Versickern des Regenwassers
ausgeschlossen. Stattdessen wurde eine unkonventionelle
Lösung entwickelt, die aus einer Kombination von Retention
auf den Grundstücken und natürlicher Verdunstung über
einen Teich besteht.
Das Wohngebiet Steigle zeichnet
sich durch die Nutzung der natürlichen
Ressourcen Wasser und Sonnenenergie in Kombination
mit einer hohen Aufenthaltsqualität aus.
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