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Energiesparende Bauweisen

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Wohnhaus Weinstadt-Endersbach
energetisch-optimiertes Wohnhaus im alten Ortskern

Mitten im Ortskern von Weinstadt-Endersbach entstand zwischen ortstypischer Bebauung aus den Nachkriegsjahren ein energetisch optimiertes Einfamilienhaus. Das Nachbargrundstück stand gleichzeitig zum Verkauf und eine großflächige Verschattung durch die zugelassene Gebäudehöhe wäre möglich gewesen. Deswegen wurde das angestrebte Passivhauskonzept modifiziert. Eine zusätzliche Heizung kann die solaren Einstrahlungsverluste bei Bedarf kompensieren.

Auf Wunsch der Bauherren sollten aus ökologischen und soziologischen Gründen keine (fossilen) Brennstoffe zum Einsatz kommen und kein Schornstein sollte die Wand- oder Dachfläche durchdringen. Mittels Wärmepumpe wird deshalb die Fußboden- und Wandheizung aus einer 99 m tiefen Bohrung über Erdwärme gespeist. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung trägt zum sparsamen Energieverbrauch und angenehmen Wohnklima bei und verhindert Feuchtigkeitsprobleme.

Für den Betrieb dieser Anlagen und den kompletten Haushalt wird Grünstrom bezogen, eine PV-Anlage für ca. 3 KWh/ a erzeugt Strom, der ins Netz eingespeist wird. Waschmaschine und WC-Spülung werden mit Zisternenwasser betrieben. Die Außenwände bestehen aus einer 15cm-KS-Tragwand mit 22cm Vollwärmeschutz, die Fenster sind dreifach verglast. Somit ergibt sich eine Energiebilanz, die gegen Null geht.

Die Gebäudeaußenform ist kompakt und sachlich gestaltet, die Wanddurchdringungen sind minimiert. Die Südfassade ist für solare Gewinne und ausreichende Belichtung verglast und mit Balkonen versehen, welche die Zimmergrundflächen erweitern. Im zweiten Geschoss ergibt sich so eine großzügige Dachterrasse, die den Garten ersetzt.

Das Wohnkonzept der "Belle Etage" wird aufgegriffen und neu interpretiert. Im ersten und zweiten OG befindet sich die Maisonette-Wohnung mit Eingang über eine außenliegende Treppe. Der Balkon als Fortsetzung der Dachterrasse über der Südfassade verschattet diese im Sommer optimal. Ein Büro befindet sich leicht zugänglich mit separatem Eingang im Erdgeschoss.

Das Projekt ist neben dem umfänglichen ökologischen Energiekonzep durch die Nachverdichtung im Bestand ein Beispiel für die Innenentwicklung.

 

 

 
   
 
   
   
 

Kontakt:
Anja Oesterle-Kieweg
E-mail: oesterleweinmann-architektur.de