oesge-bw.de

 

> Sie werden auf innen-bw.de weitergeleitet ...

   
Impressum Kontakt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Start
  Vorwort
  Innenentwicklung
  Praxisbeispiele
Städtebau
Energie und Klima
Stadt und Natur
  Forschungsplattform
Forschungsgebiete
Forschungsprojekte
Institutionen
  Umweltprüfung
Umweltbericht
Recht
Literatur
 
   

Energiesparende Bauweisen

< zurück

Wohngebiet Schelmenäcker
Passivhaussiedlung in Stuttgart-Feuerbach

Die Wohnsiedlung Schelmenäcker liegt am Nordrand des Stuttgarter Stadtbezirks Feuerbach und grenzt an ein Landschaftsschutzgebiet, Streuobstwiesen und Gärten an. Bereits im Flächennutzungsplan wurde ein großzügiger Grünzug entlang der Siedlung vorgeschrieben, um die Kaltluftzirkulation aus den angrenzenden Obstwiesen in Richtung Feuerbach zu sichern. Dieser trägt neben den klimatischen Erfordernissen zu einer hohen Wohnumfeldqualität bei.

Die Stadt führte 1997/98 einen Bauträger-Wettbewerb für die Siedlung durch mit dem Ziel kosten-und flächensparend sowie familiengerecht zu bauen. Zu den Vorgaben gehörte der Niedrigenergiestandard. Mit der heute realisierten Konzeption wurde 1999 begonnen. Dabei war es möglich, den rechtskräftigen Bebauungsplan von 42 auf 52 Gebäude nachzuverdichten, ohne den solaren Strahlungsgewinn maßgeblich zu verschlechtern. Bei Grundstückskosten von ca. 500,- €/qm war dies eine der Voraussetzungen, um die günstigen Baukosten im Programm 'Preiswertes Wohneigentum' der Stadt Stuttgart, von ungeförderten 1.280,- bis 1.476,- €/qm WF 2. BV, KG 200-700 einhalten zu können.

In der Siedlung wurden ausschließlich Passiv-Reihenhäuser gebaut. Die PHI-zertifizierten Passiv-Reihenhäuser weisen einen Jahresheizwärmebedarf von < 15 kWh/qm pro Jahr auf. Im gesamten Gebiet gibt es fünf unterschiedlich große Gebäudetypen, die unabhängig von der Grundstücksbreite optimal zu 14 Zeilen kombiniert wurden.

Die Gebäudezeilen verlaufen von Ost nach West. Eine dichte Bebauung ist durch die Topographie möglich. Die Hanglage und die Pultdächer sorgen für eine geringe winterliche Verschattung und lassen einen Talblick auch bei geringem Zeilenabstand zu. Die Pultdachgebäude mit wirtschaftlichem Fensterflächenanteil zeigen ein typisches Bild der ersten Serie von "Häusern ohne Heizung", bei denen es um die Markteinführung ging.

Durch die geringe Anzahl an verschiedenen Gebäudetypen und den sparsamen Umgang mit kostenintensiven Bauteilen war das Angebot einer ökologischen Bauweise mit höheren Wohnstandard auch im sozialen Wohnungsbau möglich.

Das Fraunhofer Institut für Bauphysik hat ein zweijähriges Validierungsmeßprogramm an den Gebäuden durchgeführt. Der Bericht ist als IBP-Bericht WB 117/2003 unter Postfach 800469, 70504 Stuttgart erhältlich.



 

 

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
   
 

Kontakt:
Rudolf Architekten
E-mail: postrh-rudolf.de
Internet: www. rh-rudolf.de