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Energetische Bestandserneuerung

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"MOSES" - Modellhafte Schulsanierung, Stuttgart
Energieeisparung bei Schulgebäuden

Bei dem Vorhaben der Modellhaften Sanierung einer Schule „MOSES“ sollte gezeigt werden, welche Maßnahmen bei der energiegerechten Sanierung älterer Schulgebäuden möglich und sinnvoll sind. Oft haben ältere Schulgebäude einen zu hohen Energieverbrauch und belasten Umwelt und kommunale Kassen. Die als Versuchsobjekt gewählte Grund- und Hauptschule Plieningen wurde in drei Bauabschnitten in den Jahren 1936, 1957 und 1970 erichtet. Bauweise und Bausubstanz waren vor der Sanierung dem jeweiligen Baujahr entsprechend. Als Projektziel wurde die größtmögliche Energieeinsparung bei optimaler Gesamtwirtschaftlichkeit sowie eine systematisierte, auf andere Schulen übertragbare Vorgehensweise angestrebt.

Eine detaillierte Erfassung des Zustandes der Gebäudehülle und der Anlagentechnik vor Durchführung der Sanierungsmaßnahmen ergab zahlreiche Mängel. Aufgrund schlechter Außendämmung, schlecht isolierten Fenstern und gravierenden Wärmebrücken bei den Bauteilanschlüssen erfolgten starke Wärmeverluste in allen Gebäudeteilen. Zudem hatten schlechte Belichtungsverhältnisse in den Klassenräumen sowie ein dem Alter der Gebäudeteile entsprechender technischer Stand der Heizungsanlage hohe Energieverbräuche zur Folge.

Sowohl die Gebäudehülle als auch die Anlagentechnik wurden im Rahmen des Modellprojekts modernisiert. Bei der Sanierung der Gebäudehülle kamen wegen der unterschiedlichen Beschaffenheit der Außenwände verschiedene Dämmsysteme zum Einsatz. Die Dämmung der obersten Geschossdecke erfolgte im Rahmen einer Projektarbeit durch die Schüler. Die veraltete Heizungsanlage wurde umfassend saniert bzw. erneuert. Außerdem wurde in einigen Klassenräumen eine tageslichtabhängige Jalousie- und Kunstlichtsteuerung installiert.

Der Heizenergieverbrauch betrug vor der Sanierung 200-220 kWh/m•a. Nach Durchführung der Maßnahmen im Rahmen von "MOSES" soll der Verbrauch auf 50-60 kWh/m•a gesenkt werden. Ein neues Beleuchtungssystem sowie ein hochreflektierender Wandanstrich haben den Stromverbrauch der Schule von zuletzt 10,6 kWh/m•a auf 2,55 kWh/m•a in Räumen ohne Regelungssystem und 2,15 kWh/m•a in Räumen mit tageslichtabhängiger Steuerung deutlich verringert.

 
   
 
   
 
   
 
   
 

Kontakt:
Stadt Stuttgart
Dr. Volker Kienzlen
E-mail: u360500stuttgart.de
Internet: www.stuttgart.de/energie