| Energetische Sanierung
einer Villa
Konsequente Innendämmung als
Konzept für Schmuckfassaden
Die "Villa Alpenblick" aus
dem Jahre 1905 am Bodensee wurde für den Bedarf
von drei Generationen einer Familie grundlegend saniert
und teilweise umgebaut. In der Folge einer geförderten
Energieberatung im Programm "Energieberatung-
vor-Ort" des
Bundesamtes für Wirtschaft entschieden sich die
Bauherren für ein neuartiges Innendämmungskonzept.
Der Charme des Hauses konnte erhalten und darüber hinaus ein um 40 kg/qma
geminderter CO2-Ausstoß erreicht werden. Ein KfW-Förderkredit war
damit möglich.
Das Innendämmkonzept sah mit Holz- und Metallständern
innerhalb des Gebäudes eine neue
gedämmte Installationsebene vor, die mit einer feuchteadaptiven
Dampfsperre und 25 mm starken Gipsfaserplatten beplankt wurde. Die Dämmstärken
variieren hierbei von 10 cm Mineralfaser (WLG 035) im Fassadenbereich bis 20
cm im Dach. Die Kellerdeckendämmung wurde zusätzlich
durch die Stadt Konstanz gefördert.
Das Haus erhielt ebenfalls neue Holz-Aluminium-Fenster
(mit U-Wert gesamt 1,1). Bleiverglasungen des ausgehenden Jugendstils im
Treppenhaus des Gebäudes konnten durch ergänzende
Verglasungen ebenso erhalten und hinsichtlich des U-Wertes verbessert werden,
wie der gesamte Fassadenschmuck mit kleinteiligen Schindelflächen und
Ziergesimsen.
Die neue Gebäudetechnik konnte
durch das konsequente Innendämmungskonzept
einfach und fast ohne Stemmarbeiten kostensparend integriert werden. Medien
wie Heizungsrohre und Elektrokabel verlaufen in der neuen innen
vorgelagerten Dämmschicht und es konnten gleichzeitig
alle alten Aufputz-Installationen verschwinden. Geheizt
wird nun mit einer kleinen 15 kw-Gastherme, die alte Ölheizung
hatte noch eine Leistung von 52 kw bei geringerer Wohnfläche.
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