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Energetische Bestandserneuerung

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Sanierung Wohnhaus in Bonfeld
ökologische Sanierung und Aufstockung eines alten Wohnhauses im Ortskern

Das Zweifamilienwohnhaus in der kleinen Gemeinde Bonfeld war seit seiner Erbauung im Jahr 1953 nicht verändert worden. Es wurde mit Einzelöfen beheizt, genutzt wurde nur das Erdgeschoss. Bei der Sanierung im Jahr 2000 standen energetische Aspekte und räumliche Veränderungen durch neue Wohnanforderungen im Vordergrund. Die beiden Stockwerke sollten sowohl getrennt als auch gemeinsam nutzbar sein.

Die Sanierung und Modernisierung des Altbestandes wurde unter ökologischen Gesichtspunkten vollzogen. Mit der Fassadendämmung aus 14 cm dicken Mineralschaumplatten, den neuen Fenstern und der 20 cm Zellulosedämmung des Daches erreicht das Gebäude beinahe Niedrigenergiehausstandard, was sich in einem angenehmen sommerlichen Wohnklima niederschlägt. Solarkollektoren, eine Gas-Brennwert-Therme und eine Fotovoltaikanlage ergänzen das Energiekonzept. Eine Regenwasserzisterne speichert kostbares Regenwasser zur Gartenbewässerung.

Neben der energetischen Bestandserneuerung sollten die Innenräume einem modernen Wohnstandard entsprechen. Im Erdgeschoss entfiel der Flur, so entstand ein großzügiger Wohn-/ Essbereich mit offener Küche. Schlaf- und Arbeitszimmer, Bad und WC bleiben davon abgetrennt. Das Wohnen mit direktem Außenbezug wird durch die neuen Fenstertüren verstärkt. Die Brüstungen der vorhandenen Fensteröffnungen entfielen im Zuge der Fenstererneuerung.

Eine bessere Belichtung war auch ein wichtiges Anliegen beim Umbau des Obergeschosses. Der neue Dachstuhl mit Zwischensparrendämmung wurde ca. 80 cm höher in der gleichen Dachneigung errichtet. Dabei entstanden drei Schlitze. Der durchgehend verglaste First und jeweils eine Reihe von Senk-Klapp-Fenstern unterhalb der Traufen, die das neue moderne Erscheinungsbild prägen.

Die Aufteilung der Zimmer im Obergeschoss mit Flur wurde erhalten, das Wohnen unter dem geneigten Dach durch die Galerieebenen erlebbar gemacht.
Anstatt den vorhandenen auskragenden Balkon wärme- und abdichtungstechnisch zu sanieren, wurde er durch eine filigrane Stahlkonstruktion mit Holzbelag ersetzt. Auch die alten Klappläden wurden durch neue Schiebeläden aus Stahl und Holz ersetzt
und damit die Zahl der Durchdringungspunkte durch das neue Wärmedämmverbundsystem reduziert.

Bei allen technischen und energetischen Anforderungen galt es, in den Details und den
neuen Bauteilen den Charakter des 50er Jahre Hauses zu erhalten. Das Wohnhaus wird zur Zeit von zwei Parteien bewohnt und ist ein gelungenes Beispiel einer dorfgerechten und ökologischen Sanierung.

 

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 

Kontakt:
Dipl.-Ing. Julia Schneider
E-mail: julia_schneider gmx.net