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Faktoren für die Wahl des Wohnstandorts
Berufliche Gründe sind nicht nur die wichtigsten Auslöser für großräumige Wanderungsbewegungen, sondern haben auch auf die kleinräumige Standortwahl einen wesentlichen Einfluss. Gerade solche Standorte sind heute attraktiv, an denen eine Nutzungsmischung aus Wohnen, nicht störendem Gewerbe und Versorgungseinrichtungen besteht. Die klassische Trennung von Arbeiten und Wohnen hat vielfach zu unattraktiven Monostrukturen geführt und ist mittlerweile einem neuen Leitbild gewichen.
Innerstädtische Quartiere bieten ihren Bewohnern Nähe zu Arbeitsplätzen und eine gute ÖPNV-Anbindung an andere Arbeitsstandorte. Auch steigende Energie- und Mobilitätskosten spielen eine Rolle. Höhere Wohnkosten in innerstädtischen Wohnquartieren werden in Kauf genommen und können durch Verzicht auf ein zweites Auto, Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch und bei Fahrtkosten im ÖPNV wieder ausgeglichen werden.
Einer Studie der GMA zur Folge (WOHNEN IM ZENTRUM - Haushaltsbefragung in ausgewählten Innenstädten Baden-Württembergs, 2005) ist ein steigender Anteil an Haushalten mit Kindern in den vergangenen Jahren in die innerstädtischen oder zentrumsnahen Wohnquartiere gezogen.
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