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Kompaktheit und Energie
Fast ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland fällt allein für die Gebäudeheizung an. In privaten Haushalten werden bis zu 80% der Energie für die Heizung eingesetzt. Hier besteht ein erhebliches Potenzial zur Energieeinsparung. Kompakte Baukörper und verdichtete Bauweisen vermindern die Wärmetransmission und ermöglichen die Senkung des Energieverbrauchs. Dies und der Einsatz dezentraler Wärmenetze mit kurzen Verteilungswegen ist eine Grundvoraussetzung für die Erhöhung des Anteils regenerativer Energien.
Doch auch der Verkehr, insbesondere der motorisierte Individualverkehr, hat einen erheblichen Anteil am Gesamtenergieverbrauch in Deutschland. Durch die massenhafte Verbreitung des Automobils und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wurde das Pendeln zwischen Wohnung und Arbeitsplatz über immer längere Distanzen möglich. Die Flucht der Städter vor Dichtestress und hohen Umweltbelastungen in das Umland lässt den Energieverbrauch durch Verkehrsaufkommen im Umland und in den Zentren der Städte gravierend anwachsen.
Der Gegenentwurf dazu ist die kompakte Stadt, die gleichzeitig eine "Stadt der kurzen Wege" ist und damit Energie und Schadstoffe im Verkehrswesen einspart. Sie verkürzt die Entfernungen, vermeidet Individualverkehr, und kann ein effizientes, dichtes und gut getaktetes Netz des öffentlichen Nahverkehrs anbieten. |