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Regeln der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist seit dem 18. Jahrhundert ein Ziel der Forstwirtschaft. Nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes bedeutet im Kern, nicht mehr Holz zu entnehmen als nachwächst. Im übertragenen Sinn wird der Begriff "Nachhaltigkeit" in der Ökologiedebatte seit den 80-er Jahren verwendet. Dem ungehemmten Bevölkerungswachstums, dem zunehmenden Ressourcenverbrauch und der wachsenden Umweltzerstörung sollte mit Konzepten der Umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung begegnet werden. Dafür wurde im englischen der Begriff "sustainable development" geprägt.

Im Brundtland-Bericht 1987 wurde der Begriff der Nachhaltigkeit zum ersten Male in diesem modernen Sinne definiert als "dauerhafte Entwicklung, die den Bedürfnissen heutiger Generationen entspricht, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen." Nachhaltige Entwicklung ist danach "ein Prozess tiefgreifender Veränderungen, in dem die Nutzung der Ressourcen, die Struktur der Investitionen, die Art des technischen Fortschritts und die institutionellen Strukturen mit den zukünftigen und den gegenwärtigen Bedürfnissen in Einklang gebracht werden". "Nachhaltigkeit" und "nachhaltige Entwicklung" sind seit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 zu Schlüsselbegriffen der gesellschaftspolitischen Debatte geworden.

Zukunftsbeständige Entwicklung befriedigt die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Grundbedürfnisse aller Bewohner einer Kommune. Dieser ganzheitliche Ansatz, der in der Konferenz von Rio thematisiert wurde, ist in den Folgekonferenzen zu konkreten Handlungskonzepten wie der Lokalen Agenda 21 verdichtet worden.


Eine Chronik der Konferenzen, Manifeste und Berichte

1972 - Club of Rome Studie „Grenzen des Wachstums“
1974 - 1. Weltbevölkerungskonferenz in Kairo
1976 - Habitat-Konferenz Vancouver
1980 - Bericht "Global 2000"
1984 - 2. Weltbevölkerungskonferenz in Mexico City
1987 - Brundtland-Bericht
1992 - UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro
1994 - 3. Weltbevölkerungskonferenz in Kairo
1994 - Charta von Aalborg
1995 - 1. UN-Klimakonferenz in Berlin
1996 - 2. UN-Klimakonferenz in Montevideo
1996 - Habitat II in Istanbul
1997 - Rio +5 Sondertagung der UN in New York
1997 - 3. UN-Klimakonferenz in Kyoto
1998 - 4. UN-Klimakonferenz in Buenos Aires
1999 - 5. UN-Klimakonferenz in Bonn
2000 - URBAN 21 in Berlin
2000 - 6. UN-Klimakonferenz in Den Haag
2001 - Fortsetzung der 6. UN-Klimakonferenz in Bonn
2001 - 7. Klimakonferenz in Marrakesch
2002 - Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung Johannesburg
2002 - 8. UN-Klimakonferenz in Neu Dehli