Nahwärmenetze bieten
die Plattform, um erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung
sowie die Abwärmenutzung
im großen Maßstab in die Wärmeversorgung
von Gebäuden zu integrieren. Eine Reihe von
Vorteilen sind damit verknüpft: Mit Nahwärme
gibt es mehr Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer
Energien im Wärmemarkt, Skaleneffekte bei
der Dimensionierung von Anlagen können besser
ausgenutzt werden, die Schadstoffminderung bei
Verbrennungsprozessen (Biomasse) ist kostengünstiger
und effektiver.
Bislang etabliertee Beheizungsstrukturen, die
vornehmlich auf individuelle Lösungen setzen,
und die damit verbundenen Gewohnheiten und Wahrnehmungen
der Wärmekunden erschweren jedoch die Umsetzung
von Nahwärmekonzepten im Gebäudebestand.
Das Forschungsprojekt im Rahmen von BW-Plus, in
dem Ingenieure und Sozialwissenschaftler interdisziplinär
zusammenarbeiten, versucht Wege aufzuzeigen, die
wesentlichen Hemmnisse zu überwinden.
Wesentlicher Bestandteil ist eine ausgedehnte Kommunikationsphase
im Modellgebiet, die Informationsveranstaltungen,
ein Bürgergutachten sowie zwei Umfragen umfasst.
Ziel ist es, Erkenntnisse aus dem Modellprojekt
abzuleiten, die es erlauben, Nahwärmeprojekte
mit erneuerbaren Energien an anderen Orten in Gang
zu bringen. Die Laufzeit des Projektes umfasst 3 Jahre
und ist im Februar 2006 abgeschlossen. |